Montag, 22. August 2016

7 heilige Kräuter für die Aktivierung und Harmonisierung der Chakras

7 heilige Kräuter für die Aktivierung 

und Harmonisierung der Chakras

Während die Chakren energetischer / ätherischer Natur sind, haben sie doch alle korrespondierende physische Organe, Drüsen und Systeme, die auf ihr Funktionieren einen Einfluss haben können und auch tun. Wenn zugehörige Organe, Drüsen oder Systeme schwach sind oder aus dem Gleichgewicht geraten sind, wird die Aktivität des entsprechenden Chakras geschwächt sein, wenn die zugehörigen Organe oder Systeme in Balance und gesund sind, wird das Chakra im Allgemeinen in Harmonie sein.
Diese Vernetzung zwischen dem physischen und dem energetischen Körper funktioniert auch in der umgekehrten Richtung gut. Wenn es in einem Chakra ein energetisches Ungleichgewicht gibt, beispielsweise als Folge von emotionalen Störungen, so können auch die damit verbundenen physikalischen Elemente geschwächt werden.

Deshalb ist es wichtig, körperliche Ungleichgewichte nicht nur mit Kräutern und Lifestyle-Anpassungen anzugehen, sondern auch auf energetischer Ebene zu arbeiten, etwa mit Atemarbeit, Meditation, Kriya oder tantrischem Yoga, Qi Gong oder mit einer anderen bevorzugten Methode der energetischen Medizin.
Es ist interessant festzustellen, dass im System der Traditionellen Chinesischen Medizin jedes Organ einem spezifischen emotionalen Zustand entspricht. Dies ist von grosser Bedeutung, denn es haben wie erwähnt emotionale Muster einen Einfluss auf das Funktionieren der Chakras in dem Sinne, dass negative Emotionen die Chakrafunktion stören und positive emotionale Zustände sie tendenziell stärken. Durch die Verwendung von Kräutern zur Harmonisierung der entsprechenden Organe, Drüsen und Systeme des Körpers und damit auch der zugehörigen Chakras erhalten wir eine zusätzliche Unterstützung bei der Arbeit an den damit zusammenhängenden emotionalen Mustern, die eben einen negativen Einfluss auf die Chakras haben können.
Es gibt viele verschiedene Methoden – sowohl energetischer als auch von anderer Art (wie oben beschrieben) – mit dem Endziel der Heilung und des Ausgleichs der Chakren, die in unterschiedlichem Masse wirksam sind. Aber es ist wie beim Wasser Einfüllen in einen Eimer mit Löchern, wenn die entsprechenden Organe, Drüsen oder Körpersysteme aus irgendeinem Grund schwach sind, dann ist das Aufladen der (ätherischen) Bereiche mit Qi oder Prana nicht unbedingt so effektiv, wie wenn man daran arbeitet, gleichzeitig alle zugrunde liegenden Ungleichgewichte im physischen Körper zu heilen. Neben allgemeinen Lifestyle-Anpassungen gibt es nur wenige Methoden, die so leistungsfähig und effektiv sind wie die sachgemässe Verwendung von pflanzlichen Arzneimitteln, um die verschiedenen Aspekte des Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Ganz allgemeinen gesehen erhält man den grössten Nutzen, wenn man zusätzlich zu den oben erwähnten energetischen/ätherischen Praktiken die im folgenden angegebenen Kräuter als Ergänzung verwendet. Ich empfehle in diesem Zusammenhang zwei Möglichkeiten, um von diesen Kräuter maximalen Nutzen zu erhalten und Ungleichgewichte in den ätherischen und physischen Körpern zu vermeiden. Die erste ist etwas anspruchsvoller und erfordert, dass man versteht, was die Chakren oder Organe, Drüsen und Systeme des Körpers schwächen kann.

Wenn man das entsprechende Bewusstsein und Wissen hat, dann wird man ganz bestimmte Kräuter aus der Liste unten nehmen, um das spezifische Ungleichgewicht zu behandeln. Man kann aber auch, wenn man nicht sicher ist, was aus dem Gleichgewicht geraten ist, eine Mischung aus kleinen Portionen von jedem der unten aufgeführten Kräuter einnehmen, um alle Systeme in Balance und Harmonie zu halten und nicht irgendwelche spezifische Chakren oder Teile des Körpers zu vernachlässigen oder zu überaktivieren.

1. Wurzel-Chakra (Mooladhara): Perineale Drüsen und urogenitales System

Empfohlenes ‚Kraut‘: Shilajit (Mumijo)
Shilajit ist kein Kraut im traditionellen Sinne, aber es ist das Produkt von Tausenden von verschiedenen Kräutern. Es ist das unter dem Gewicht des Himalayas erstarrte Harz von prähistorischen Wäldern, verdichtet während Äonen von Zeiten. Als solches verhilft es sehr zur Erdung, zum Aufbau und zur Verjüngung. Es ist reich an Mineralien und andere Verbindungen, die buchstäblich den Körper auf einer grundlegenden Ebene wiederherzustellen vermögen. Und in diesem Sinne ist das Wurzel-Chakra auch grundlegend für das ganze Chakren-System und hilft uns, energisch auf dem Boden zu bleiben. Shilajit wirkt auch auf eine Reihe von weiteren Systemen, Organen und Drüsen im Körper und hat viele andere bemerkenswerte Vorteile. Mehr und Vertiefendes darüber kann man in dem Artikel „Shilajit: The Ancient Yogic Superfood That Rebuilds Your Body“ nachlesen, den ich dazu geschrieben habe, denn es ist einfach zu viel um im Rahmen dieses Artikels aufgezählt zu werden.

2. Sakralchakra (Swadhisthana): Geschlechtsorgane und Nieren

Empfohlenes ‚Kraut‘: Schizandra Beeren
Schizandra ist eine unglaubliche Pflanze mit vielen positiven Wirkungen für den Körper, aber es ist besonders bekannt für die Stärkung und Kräftigung der Geschlechtsorgane bei Männern und Frauen.Als mildes, harntreibendes Mittel reinigt sie auch die verschiedenen energetischen Wege, die durch diesen Bereich des Körpers führen, und sie nährt besonders auch die Nieren. Sie ist ein ausgezeichnetes Mittel für das Sakral-Chakra und bringt Heilung für alle dabei zugrunde liegenden Ungleichgewichte.

3. Solarplexus (Manipura): Verdauungstrakt, Darm und Nebennieren

Empfohlenes ‚Kraut‘: Kiefern-Pollen
Manipura ist in vielerlei Hinsicht der Sitz der Macht im Körper, sowohl in einem ätherischen als auch physischen Sinne. Unser Verdauungssystem ist verantwortlich für die Umwandlung der Nahrung, die wir zu uns nehmen, in die Lebensenergie, die unser Körper am Laufen hält. Wenn das Verdauungssystem schwach ist, leidet alles. Das dritte Chakra ist auch der ätherisch-emotionale Sitz unseres Selbstvertrauens und des Gefühls der persönlichen Macht. Wenn es schwach ist oder wenn es Ungleichgewichte in diesem Bereich gibt manifestiert sich dies entsprechend als Ängstlichkeit, Sorge und Angst, denn diese Emotionen entstehen, wenn es uns an Selbstvertrauen fehlt. Bio-Wärme-Scans von Tausenden von Menschen in grossen Studien an bedeutenden Universitäten haben gezeigt, dass diese Emotionen (Ängstlichkeit, Sorge und Angst) im Bereich des dritten Chakras konzentriert sind und dort am häufigsten erlebt werden. Es gibt nur wenige Kräuter, die den Körper in dieser Hinsicht so zu stärken vermögen, wie das Kiefern-Pollen tun. Es gehören die Kiefern-Pollen zu den grössten Schätzen der Kräutermedizin. Sie sind reich an DHEA, dem Meister-Hormon-Grundstoff des Körpers, der direkt die Nebennieren nährt und das gesamte endokrine / Drüsen-System ausbalanciert, das grundlegend ist für unser Gefühl der persönlichen Macht und unser Selbstwertgefühl. Kiefern-Pollen sind auch phänomenal reich an seltenen und wichtigen Nährstoffen, und sie nähren den Körper auf tiefen Ebenen, stärken eine schwache Verdauung (was in der heutigen Zeit bemerkenswert häufig vorkommt) und geben uns eine kräftige energetische Unterstützung, egal in welcher Phase des Lebens wir uns befinden. Es gibt nur wenige Dinge, die den Körper energisch so zu stärken vermögen wie Kiefern-Pollen, und das macht sie zu einem perfekten Mittel, das dem dritten Chakra entspricht.

4. Herz-Chakra (Anahata): Herz und Lunge

Empfohlenes ‚Kraut‘: Reishi Pilz
In der daoistischen Tradition wird Reishi als ein höchstes Mittel zur Anregung des Herz-Qi betrachtet, was bedeutet, dass es den Fluss der Lebensenergie für das Herz erhöht und es als Ergebnis direkt stärkt. Es wirkt auch beruhigend und harmonisierend auf das Nervensystem. Dies hilft uns beim Halten unseres emotionalen Gleichgewichts, bei dem unser Herz im Zentrum des Körpers in vielerlei Hinsicht die Hauptrolle spielt. Reishi ist auch ein höchstes ‚Shen‘-Tonikum, was übersetzt bedeutet ‚Kraut, das den Geist nährt‘. Da das Anahata-Chakra das ‚Tor-Chakra‘ für ein höheres Bewusstsein ist und das Herz selbst eines der wichtigsten intuitiven Zentren des Körpers ist, gilt Reishi als Tonikum für diesen Bereich, das besonders nährend und relevant ist. Reishi erhöht auch den Blutfluss zum Herzen und zur Lunge und unterstützt ferner die Organsysteme, die dem Herz-Chakra zu Grunde liegen.

5. Throat Chakra (Vishuddhi): Schilddrüsen Komplex

Empfohlenes ‚Kraut‘: Kelp / Seetang
Es gibt viele Faktoren, die die Gesundheit der Schilddrüse beeinflussen. Der vielleicht relevanteste Faktor ist die ausreichende Versorgung des Körpers mit bioverfügbarem Jod. Und es gibt kaum eine bessere natürliche Quelle für Jod als Meeresalgen. Reich an Jod und anderen wichtigen Spurenmineralien, versorgen Algen den Körper reichlich mit ursprünglichen Nahrungsstoffen, die schwer zu bekommen sind und die in der modernen westlichen Ernährung auffallend fehlen, auch bei denjenigen, die durchaus gesund essen. Das Jod und die Mineralien in den Algen stärken auch das gesamte endokrine / Drüsensystem als Ganzes, es ist ein wichtiges Nahrungs-Ergänzungsmittel für alle, die regelmässige Energie- oder Heilarbeit machen.

6. Drittes Auge Chakra (Ajna): Zirbeldrüse, Gehirn

Empfohlene Kraut: Gotu Kola
Eines der führenden Kräuter in der holistischen Medizin des Ayurveda ist Gotu Kola, ein kraftvolles Kraut für das Gehirn und die damit verbundenen Drüsen und Systeme. Gotu Kola verbessert gezielt die Sauerstoffaufnahme in das Gehirn und in die Zellen des Körpers im allgemeinen, und es wurde gezeigt, dass es bei langzeitiger Einnahme tatsächlich die Intelligenz der Anwender erhöht.Es wurde auch nachgewiesen, dass es die trans-hemisphärische Kommunikation im Gehirn verbessert und harmonisiert, was wahrscheinlich auch der Grund ist, weshalb es traditionell von Meditierenden verwendet wurde. Die Synchronisation der Gehirn-Hemisphären erzeugt messbare Veränderungen im Gehirnwellen-Zustand des Alpha-, Gamma- und Theta-Spektrums, was mit erweiterten Bewusstseinszuständen verbunden ist. Von Gotu Kola wird auch gesagt, dass es direkt positiv auf die Zirbeldrüse wirkt, teilweise wegen des oben beschriebenen Mechanismus und auch aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein gefässerweiterndes Mittel handelt und somit den Fluss von Blut und Sauerstoff in die Schlüsselbereiche und Drüsen des Gehirns und des Körper erhöht.
Die Hindus halten es auch für ein starkes Kraut zum Ausbalancieren der Hypophyse und des Kronen-Chakras und das so im Wesentlichen gleich zwei Fliegen mit einem Schlag erledigen kann. In diesem Sinne wirkt die Pflanze als eine Art „Abkürzung“ für einen Zugang zu einem höherem Bewusstseinszustand und zu verbesserter Wahrnehmung und ist ein Schlüssel-Kraut für die Harmonisierung des Gehirns und der höheren Chakren.

7. Kronen-Chakra (Sahasrara): Hypophyse

Empfohlenes Kraut: Salbei
Ich werde hierzu eine nicht-traditionelle Empfehlung machen. Die meisten kennen Salbei als ein Kraut erster Wahl für Räucherzeremonien. Salbei kann aber auch eingenommen werden und wirkt dann auf die gleiche Art zur Behebung von energetischen Blockaden und Ungleichgewichten im Ätherleib und im physischen Körper, sowie auch zur Auslöschung von zerstörerischen Einflüssen. Da das Kronen-Chakra das Tor ist zwischen den höheren nicht-physischen Ebenen / Energien und dem Körper, ist es angebracht ein Kraut vorzuschlagen, das eher eine energetische Reinigung und Harmonisierung bewirkt statt eine tiefe physische Wirkung zu haben, obwohl Salbei sicherlich auch diese Eigenschaften besitzt. Kürzlich erst wurde in einigen faszinierenden Studien entdeckt, dass Salbei die Fähigkeit hat das Wahrnehmungsbewusstsein, die Intelligenz, die Funktion des Gehirns und das Gedächtnis zu erhöhen. Und diejenigen, die sich intuitiv auf die tieferen Effekte des Krauts einstimmen werden feststellen, dass es auch die Sensibilität für subtile Energien verbessert, was zusätzlich seine Bedeutung als Tonikum für dieses Chakra zementiert. Aufgenommen im Tandem mit Gotu Kola werden alle physischen Organe, Drüsen und Systeme, die mit dem Kronen-Chakra korreliert sind, angesprochen, gestärkt und ausgeglichen.
Wie immer bei Kräutern: verwende wann immer möglich solche die wildgewachsen / geerntet sind, oder dann biologisch oder biodynamisch angebaut werden, und solche mit minimaler Tieftemperatur-Verarbeitung, damit die aktiven Bestandteile bewahrt sind und damit ihre Wirksamkeit möglichst hoch ist. Beginne langsam und arbeite dich zur Dosierung hoch bis zu dem, was du intuitiv als das Richtige für deinen Körper fühlst, während du dich an ihre Wirkungen gewöhnst. Achte auch darauf, dass du ab und zu ein paar Tage Pause von den Kräutern machst, um deinen Körper etwas ruhen zu lassen und damit er die Änderungen integrieren kann.



Unsere Bronchien reagieren auf Düfte

Unsere Bronchien reagieren auf Düfte




Duft gegen Asthma? Forscher haben auch in den Muskeln unserer Bronchien Riechrezeptoren entdeckt. Docken an ihnen die passenden Duftmoleküle an, ziehen sich die Bronchien entweder zusammen oder erweitern sich. Dabei zeigte sich: Einer der beiden Rezeptortypen reagiert so stark auf Bananen-Aprikosen-Duft, dass dies sogar einem Asthmaanfall entgegenwirken könnte. Das eröffnet neue Wege für eine mögliche "Dufttherapie" gegen Asthma.

Wer glaubt, wir riechen nur mit unserer Nase, der irrt. Denn wie man heute weiß, kommen die für die Erkennung von Düften zuständigen Rezeptoren in unserem Körper auch anderswo vor. Forscher haben Riechrezeptoren bereits in Darm und Nieren, in der Prostata und vor kurzem auch in unserer Haut entdeckt. Sogar Spermien besitzen Sensoren für Maiglöckchenduft – ob sie allerdings wirklich ihm zur Eizelle folgen, ist umstritten.


Zwei Riechsensoren in den Bronchien


Jetzt haben Benjamin Kalbe von der Ruhr-Universität Bochum und seine Kollegen einen weiteren Ort im Körper entdeckt, an dem Riechzellen sitzen: in unseren Bronchien. Für ihre Studie hatten die Forscher Zellproben der glatten Muskulatur untersucht, die die Atemwege umgibt. Sie testeten dabei unter anderem, ob die Zellen auf bestimmte Duftstoffe reagieren.

Das überraschende Ergebnis: In den Muskelzellen der Bronchien gibt es sogar gleich zwei Typen von Riechrezeptoren, OR2AG1 und OR1D2. Diese spielen für die Funktion der Bronchien eine wichtige Rolle, wie die Forscher herausfanden. Denn wenn der jeweils passende Duft diese Rezeptoren aktiviert, ziehen sich die Atemwegsmuskeln zusammen oder dehnen sich. Dadurch aber erweitern oder verengen sich die Bronchien – und das ließe sich auch therapeutisch nutzen.


Bananen-Aprikosen-Duft gegen Atemnot


Konkret zeigte sich, dass der Rezeptor OR2AG1 auf Amylbutyrat reagiert, einen fruchtigen Duft nach Banane und Aprikose. Binden diese Duftmoleküle an die Andockstelle, setzt dies Signalkaskaden in Gang, die die Muskeln entspannen und die Bronchien erweitern. Im Experiment war dieser Effekt so stark, dass er sogar die Wirkung von Histamin aufheben konnte – dem Botenstoff, der bei allergischem Asthma die Bronchien verengt.

"Amylbutyrat könnte daher bei Asthma helfen, die Luftzufuhr zu verbessern", sagt Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum. "Vermutlich kann es nicht nur den Effekten von Histamin entgegenwirken, sondern ebenso denen von anderen Allergenen, die das Atmen behindern." Auch für die Behandlung anderer Krankheiten, etwa der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), könne der Rezeptor interessant sein.


Asthma durch Maiglöckchenduft?


Der zweite in unseren Bronchien entdeckte Riechrezeptor OR1D2 reagiert auf Düfte mit blumigen, öligen Noten, etwa Lilial oder das als Maiglöckchenduft bekannte Bourgeonal, wie die Forscher herausfanden. Docken diese Duftmoleküle am Rezeptor an, passiert jedoch das Gegenteil wie bei OR2AG1: Die Bronchialmuskeln kontrahieren ähnlich stark wie bei einem Asthma-Anfall.

Nach Ansicht der Forscher könnte dieser Effekt erklären, warum manche Parfüms Asthmaanfälle hervorrufen oder verschlimmern können: Die Duftstoffe wirken auf den OR1D2-Rezeptor und verstärken so die Verengung der Bronchien. Zudem zeigte sich, dass dabei in den Zellen auch entzündungsfördernde Stoffe freigesetzt werden – dies fördert ebenfalls die Asthmasymptome. (Frontiers in Physiology, 2016; doi: 10.3389/fphys.2016.00339)

Meditation, Achtsamkeit und gesundheitliche Wirkung – wissenschaftliche Entdeckungen:


Meditation als „Jungbrunnen“




Meditation, Achtsamkeit und gesundheitliche Wirkung –  wissenschaftliche Entdeckungen:

Meditation und Achtsamkeit sind nicht einfach „nur“ gesund im Sinne von Entspannung, sondern haben tatsächlich weitgehende Auswirkungen auf die eigene gesundheitliche Verfassung. Natürlich können Alterungsprozesse  ebenso wenig komplett verhindert werden, wie Krankheit und Tod, aber der positive Einfluss von Meditation ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen.
Jon Kabat-Zinn beschreibt in seinem Buch „Gesund durch Meditation“ insbesondere drei Entdeckungen der Grundlagenforschung, die ermutigend sind und deutlich machen, welche wichtige Funktion Meditation und Achtsamkeit für unseren Alltag haben:
„Die erste Entdeckung ist das Phänomen der Neuroplastizität. Es ist inzwischen erwiesen, dass das Gehirn ein lebenslang lernfähiges Organ ist, das bis ins hohe Alter hinein und in Anpassung an äußere Einflüsse ständig weiter ausreift, sich wandelt und neu strukturiert. Es ist auch bekannt, dass gezielte Übung, gleich welcher Art, und wiederholte Konfrontation mit komplexen Aufgabenstellungen diese grundlegende Fähigkeit des Gehirns zusätzlich stimuliert. Das neu entstandene Forschungsgebiet der kontemplativen Neurowissenschaft untersucht die Gehirnfunktionen im Zusammenhang mit den Grundfragen nach dem Bewusstsein und dem Geist-Körper-Zusammenhang. Diesem Ziel dienen Studien sowohl mit Personen mit langjähriger Meditationserfahrung als auch mit Probanden, die erst seit relativ kurzer Zeit regelmäßig meditieren. Die Entdeckung der Neuroplastizität machte Schluss mit einem Hauptdogma der Neurobiologie, welches besagt, dass etwa ab dem dritten Lebensjahr die Zahl der Nervenzellen im Gehirn und im zentralen Nervensystem kontinuierlich und in wachsendem Tempo abnimmt. Inzwischen gibt es Hinweise darauf, dass sich zumindest in einigen Gehirnregionen bis ins hohe Alter neue Nervenzellen bilden können.
Die zweite große Entdeckung fällt in das Forschungsgebiet der Epigenetik. Wie sich herausstellte, weist auch das Genom »Plastizität«, also eine Art Formbarkeit auf, von der man sich noch vor kurzem keinerlei Vorstellung machte. Die Epigenetik erforscht im Einzelnen, auf welche Weise unsere Erfahrungen, Verhaltensweisen, die Art unserer Lebensführung und sogar unsere inneren Einstellungen Einfluss darauf haben können, welche Gene unserer Chromosomen »eingeschaltet« oder »ausgeschaltet« werden. Daraus ergeben sich weitreichende Konsequenzen, die besagen, dass unser genetisches Erbe keineswegs so schicksalhaft ist, wie es die klassische Auffassung vertrat. Demnach sind wir in der Lage, unser Erbgut zumindest mittelbar zu beeinflussen, indem wir es in seinen einzelnen Ausprägungen aktivieren oder deaktivieren, und haben es auf diese Weise theoretisch selbst in der Hand, ob und wann bestimmte Krankheiten zum Ausbruch kommen.
….
Die dritte revolutionäre Entdeckung betrifft die Funktion der Telomere und des Enzyms Telomerase, das die Telomere wiederherstellt. Telomere sind Strukturelemente an den Enden der Chromosomen und notwendig für die Zellteilung. Bei jeder Zellteilung verkürzen sie sich ein wenig, bis sie ihre Funktion ganz verlieren. Die Abnutzung der Telomere steht also in direkter Beziehung zur Zellalterung und damit zu unserer Lebenserwartung. Für ihre Arbeiten auf diesem Gebiet erhielt Elizabeth Blackburn 2009 den Nobelpreis für Medizin/Physiologie. Seit der Entdeckung, dass Stress den Verkürzungsprozess beschleunigt, wandte sie sich der Frage zu, inwiefern Achtsamkeit und andere meditative Techniken der Abnutzung entgegenwirken können. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend und besagen, dass für den Abnutzungsgrad der Telomere offenbar nicht nur das Ausmaß an Stress, unter dem wir stehen, eine Rolle spielt, sondern auch die Art und Weise, wie wir mit ihm umgehen.“
Jon Kabat-Zinn, Gesund durch Meditation, O.W.Barth-Verlag, E-Book, Kapitel 14. Medizin und Gesellschaft auf dem Weg zu einem neuen Gesundheitsmodell